Neben den „P“ des Marketing-Mix gibt es eine Fülle weiterer Begriffe, Formate und Konzepte, die auf das interne Marketing des Ideenmanagements übertragen werden können, um daraus Anregungen und Strukturierungshilfen zu gewinnen. Mit „Marketing-Brillen“ von A wie AIDA bis Z wie Zufriedenheitsanalyse nimmt die in diesem und dem nächsten Blogbeitrag vorgestellte Sammlung das Ideenmanagement aus den unterschiedlichsten Perspektiven in den Blick – hier zunächst von A bis K.
Die im Folgenden genannten Konzepte, Methoden und Werbemittel können Sie auch dann mit Erfolg für das interne Marketing Ihres Ideenmanagements nutzen, wenn Sie dabei weder den begrifflichen Fachjargon noch die einschlägigen Modelle von Marketingprofis im Kopf haben. Dennoch kann es hilfreich sein, die Vielfalt dessen, was sich Ideenmanagerinnen und Ideenmanager mit viel Herzblut für die Förderung „ihres“ Ideenmanagements einfallen lassen, einmal in die Systematik der Begriffe, Formate und Konzepte aus der Marketing-Welt einzuordnen – etwa, um bewährte Maßnahmen noch zielgerichteter und effizienter aufeinander abzustimmen, oder auch, um vielleicht die eine oder andere neue Anregung zu erhalten.
AIDA-Modell
„AIDA“ steht für die Begriffe Aufmerksamkeit (Attention), Interesse (Interest), Wunsch (Desire) und Handlung (Action). Das AIDA-Modell beschreibt damit vier Phasen eines Prozesses, den Kunden durchlaufen, bis sie am Ende (als Handlung / Action) den Kauf tätigen. Es kann als Leitfaden für die Gestaltung von Marketingstrategien, -maßnahmen und einzelnen Werbemitteln genutzt werden.
- Aufmerksamkeit zu erregen, ist erforderlich, um überhaupt wahrgenommen zu werden, und somit Voraussetzung für alle weiteren Schritte. Hier kommt es auf Eye- und Earcatcher an: Bilder, Überschriften und Redewendungen, die Blicke auf sich ziehen und hinhören lassen. Was aber „wahr“-genommen und damit Teil der bewussten „Wirklichkeit“ eines potenziellen Käufers wird, hängt von den neurobiologischen und kognitiven Verarbeitungsprozessen der Signale ab, die über Augen und Ohren aufgenommen werden. Wie diese Prozesse funktionieren, können Sie im Blogbeitrag „Neuroideenmanagement 1 – das Gehirn als Wirklichkeitskonstrukteur“ nachvollziehen.
- Interesse wird allerdings nur dann geweckt, wenn hinter dem „Aufreißer“ ein Bezug zu Themen erkennbar wird, die für den potenziellen Käufers relevant sind. Ansonsten mag ein Signal zwar als auffallend wahrgenommen, für sich persönlich aber schnell als bedeutungslos abgehakt werden. Je mehr das beworbene Produkt Eigenschaften aufweist, die den Werten und Bedürfnissen des potenziellen Käufers entsprechen, desto eher entsteht und stärker wird der …
- Wunsch, es zu kaufen. Tatsächlich gibt der englische Begriff „Desire“ deutlich besser wieder, um was es hierbei geht, denn in ihm schwingen auch Bedeutungen wie „Lust“ oder „Verlangen“ mit. Und auf dem Weg von einer Wahrnehmung bis zu einer handlungsleitenden Entscheidung spielt nun einmal das für unsere Emotionen verantwortliche limbische System die im Wortsinn „entscheidende“ Rolle. Das können Sie im Blogbeitrag „Neuroideenmanagement 3 – das Gehirn als Lustsucher“ nachvollziehen. Ist der „Antrieb“ groß genug, kommt es zur …
- Handlung: das Produkt wird gekauft.
Diese vier Phasen gilt es auch für das interne Marketing des Ideenmanagements zu beachten – sei es als Daueraufgabe (kontinuierlich Aufmerksamkeit und Interesse wachhalten, Lust und Handlungsbereitschaft zum Einreichen fördern) oder bei speziellen Vorhaben (z.B. Kampagnen).
Affiliate Marketing
Affiliate Marketing bezeichnet eine Marketingmethode, bei der Partner (englisch: Affiliates) Produkte bewerben und eine Provision für generierte Verkäufe erhalten.
Das Ideenmanagement kann dieses Prinzip nutzen, ohne Provisionen zu zahlen. Beispielsweise können folgende „Partner“ das Ideenmanagement „verkaufen“, indem …
- … die Personalabteilung im Onboardingprozess Informationen zum Ideenmanagement weitergibt;
- … die Arbeitssicherheit bei jedem Vorfall (von einem Beinaheunfall über eine Pflasterentnahme bis zum meldepflichtigen Unfall) eine kurzfristige Mini-Kampagne veranlasst, wie der Vorfall hätte verhindert werden können;
- … Führungskräfte Vorschlagsformulare oder Kärtchen mit QR-Codes zum Aufruf der Ideenmanagement-App mit sich tragen, die sie bei passenden Gelegenheiten ermutigend an Mitarbeiter weitergeben;
- … Kampagnen Owner in Videos ihr spezielles Anliegen erklären und zur Mitwirkung motivieren.
Mehr zu potenziellen „Bündnispartnern“ des Ideenmanagements finden Sie in den Blogbeiträgen „Erfolgsfaktor 2/9 – Prozess: Kooperation“, „Ideenmanagement und Personalabteilung als Bündnispartner“, „Ziele und Kenngrößen für das Ideenmanagement und seine Bündnispartner“.
Buzz Marketing
Buzz Marketing ist ein anderer Begriff für Empfehlungsmarketing oder schlicht: Mundpropaganda. Es geht darum, aufregenden (= Aufmerksamkeit erregenden) Gesprächsstoff rund um ein Produkt oder eine Marke zu schaffen und seine Verbreitung (z.B. durch Influencer) zu fördern.
Im Ideenmanagement finden sich dafür folgende Beispiele:
- Exzeptionell hohe Prämien oder besonders attraktive Gewinne (z.B. bei Verlosungen, Ideenwettbewerben) als Gesprächsthemen aufbringen – wobei das Risiko besteht, die extrinsische Motivation zu stark in den Vordergrund zu stellen und intrinsische Motive zu verdrängen
- Top-Einreicher treten als Promotoren für das Ideenmanagement auf (z.B. in Videos, auf Versammlungen, im Alltag von Kollege zu Kollege) – wie häufig und mit welcher Wirkung dies genutzt wird, ist Gegenstand im aktuell laufenden „Kennzahlenvergleich Ideenmanagement 2025“
- Überraschungseffekte des Guerilla-Marketing (siehe unten) nutzen, um Gesprächsthemen zu generieren
- Zu Ideen aufrufen, wie man etwas „garantiert gegen die Wand fährt“, anstatt nach Lösungen zu fragen (als Kreativitätstechnik unter „Kopfstandmethode“ bekannt)
- Denkbar wäre auch, geeignete Mitarbeiter als „Influencer“ zu gewinnen, in Fragetechniken zu schulen und ggf. für neu „geworbene“ Einreicher mit speziellen Prämien zu belohnen.
Content Marketing
Content Marketing verbreitet informative oder unterhaltsame Inhalte, die für die jeweiligen Zielgruppen relevant und wertvoll sind. Anstatt mit werblichen Aussagen die eigene Kompetenz nur zu behaupten, soll sie durch die Inhalte demonstriert werden.
Mögliche Inhalte, mit denen sich das Ideenmanagement profilieren kann, sind beispielsweise:
- Informationen über das Ideenmanagement selbst: beispielhafte Ideen und ihre Hintergründe, Interviews mit Ideengebern, Ausmaß und Themen erzielter Verbesserungen, nützliche Informationen über Weiterentwicklungen und Vereinfachungen im Ideenmanagementprozess, Entwicklungen und Vergleichswerte von Kennzahlen
- Weiterbringendes Wissen zu Themenfeldern, zu denen Ideen gewünscht werden: Erklärungen zu Funktionsweisen von relevanten Technologien oder konkreten Anlagen, Informationen zum Ausmaß und Wert von Verbesserungspotenzialen – derartiger Input bietet Anknüpfungspunkte für neue Assoziationen und triggert damit Ideen (siehe Blogbeitrag „Neuroideenmanagement 4 – das Gehirn als Assoziationsmaschine“)
- Inspirierende und lehrreiche Unterhaltung: Rätsel, Denksportaufgaben oder Spiele, mit denen die Generierung guter Ideen gefördert wird – Beispiele finden Sie in den Blogbeiträgen „Inspiration und Anreize für Einreicher“ und „Gamification im Ideenmanagement“
Zur Verbreitung solcher Inhalte sind nahezu alle Medien geeignet: z.B. Broschüren, Mitarbeiterzeitungen, Newsletter, Video-Tutorials, Erklärvideos, Mitarbeiter-Apps, interne Social Media, Teams-Kanäle, RSS-Feeds, themenspezifische Abos. Wie häufig und mit welcher Wirkung diese Medien genutzt werden, ist ebenfalls Gegenstand im aktuell laufenden „Kennzahlenvergleich Ideenmanagement 2025“.
Customer Journey
Die Customer Journey beschreibt den Weg eines Kunden mit all seinen Erfahrungen und Berührungspunkten (Touchpoints), die er von der ersten Wahrnehmung des Produkts bis zur dauerhaften Bindung erlebt. Hierzu zählen nicht nur die direkten Kontakte (z.B. Anzeigen, Werbespots, Webseiten), sondern auch die indirekten Kontakte, an denen er die Meinung Dritter über ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Marke einholt (z.B. Warentests, Bewertungsportale, Userforen, Blogs). Während sich das oben genannte AIDA-Modell auf die Wegabschnitte von der ersten Wahrnehmung bis zum Kauf fokussiert, geht die „Reise des Kunden“ weiter und lässt ihn im Idealfall zum Markenbotschafter werden.
Typische Stationen und Phasen einer Customer Journey im Ideenmanagement sind für Mitarbeiter (als potenzielle Einreicher):
- Der Moment, in dem jemand erstmals von der Existenz des Ideenmanagements erfährt. Dies kann bereits vor Eintritt in das Unternehmen beim Blick auf dessen Webseite geschehen (siehe Beispiele bei Blanke Systems GmbH & Co. KG, Brose SE, Muhr und Bender KG, Walter Stauffenberg GmbH & Co. KG), im Vorstellungsgespräch, im Onboarding-Prozess (z.B. mit einem Flyer in der Begrüßungsmappe, einer Vorstellung in einer Informationsveranstaltung, ggf. jeweils kombiniert mit einem Give-Away mit Ideenmanagement-Logo), durch eine persönliche Begrüßung per E-Mail oder Mitarbeiter-App; bei einer zufälligen Erwähnung im Gespräch mit Kollegen oder in einem Meeting; bei einem zufälligen Blick auf Poster, Aushänge, Roll-up-Banner oder auf einen Info-Screen, in eine Mitarbeiter-Zeitung, einen Newsletter oder das Mitarbeiter-Portal / Intranet; durch eine Erwähnung in einer Betriebsversammlung oder Feier; anlässlich einer Präsenz des Ideenmanagements vor Ort (z.B. mit einem Info-Stand in der Kantine, einer Sprechstunde im Betrieb) usw. [Sie sehen schon: hier kann praktisch alles zum Einsatz kommen, was im Marketing unter „Promotion“ läuft …]
- Weitere Berührungspunkte ergeben sich, wenn jemand konkrete Informationen über das Ideenmanagement erhält (auf eigene Nachfrage oder gezielt dargeboten vom Ideenmanagement oder der Führungskraft), ein Formular zur Hand nimmt oder die Ideenmanagementsoftware aufruft, Ermutigung und Unterstützung für die Formulierung und Abgabe eines Vorschlags erfährt, einen Vorschlag eingibt, eine Eingangsbestätigung und Dank für die Beteiligung erhält, Informationen über den Status der Idee bekommt oder aufruft, einen abschließenden Bescheid über das Ergebnis erhält, Würdigung und Honorierung bei einer Umsetzung beziehungsweise eine wertschätzende und verständliche Begründung bei einer Ablehnung erfährt.
- Im Zusammenhang mit einem einzelnen Vorschlag können sich auch nach dessen Abschluss noch weitere „Reisestationen“ ergeben, etwa wenn über ihn in den Medien des Unternehmens berichtet wird, oder wenn er an einer Verlosung teilnimmt.
Um die Customer Journey in einem konkreten Ideenmanagement zu erstellen, werden zunächst alle möglichen Berührungspunkte aufgelistet und danach charakterisiert, um welche Art von Kontakt es sich jeweils handelt: persönlich, über ein digitales oder analoges Medium, vom Ideenmanagement herbeigeführt oder zufällig entstanden, vom „Kunden“ oder durch andere veranlasst? Möglicherweise können sich Wege gabeln und es können sich Schleifen ergeben – all dies wird in einer „Journey Map“ möglichst sinnfällig visualisiert.
Im nächsten Schritt gilt es, die Perspektive eines „Kunden“ einzunehmen und seine Handlungen, Gedanken, Emotionen, Ziele und Schmerzpunkte (Pain Points) über die verschiedenen Berührungspunkte hinweg ebenfalls in der „Journey Map“ sichtbar zu machen. Da verschiedene Mitarbeitertypen unterschiedliche Bedürfnisse an das Ideenmanagement haben, werden hierfür oft „Personas“ (siehe nächsten Blogbeitrag) erstellt und „auf die Reise geschickt“.
Das erleichtert, die „Moments of Truth“ zu identifizieren: kritische Punkte, an denen der „Kunde“ entscheiden könnte, die Reise abzubrechen (z.B. zu anspruchsvolle Anforderungen an eine Idee, zu komplizierte Eingabemaske) oder das Interesse an einer Fortsetzung bzw. Wiederholung verlieren könnte (z.B. fehlende Rückmeldung, inhaltsleere Begründung einer Ablehnung).
Zu guter Letzt noch drei Beispiele für mögliche „Reiseerlebnisse“ im Ideenmanagement: Stellen Sie sich vor …
- … Sie sind jung, digital-affin und … stoßen auf das Ideenmanagement zum ersten Mal in Form von Papierformularen in einer Box neben einem zerbeulten Briefkasten // … wurden bereits im Vorstellungsgespräch darauf hingewiesen, wie sehr man sich auf Ihre Beiträge für Verbesserungen freuen würde, und erhalten nach Ihrem Eintritt in das Unternehmen per Mitarbeiter-App einer personalisierte Begrüßungsnachricht des Ideenmanagements
- … Sie haben erstmals eine Idee, die Sie gern vorschlagen würden, aber vergessen, wie das geht. Sie schauen in das Mitarbeiterportal und auf schwarze Bretter und … finden nichts, was einen Bezug zum Ideenmanagement erkennen lässt // … finden sofort deutlich erkennbare Hinweise, wie es weitergeht
- … Sie sind als gut qualifizierte Fachkraft noch nicht lange im Unternehmen und … erhalten per E-Mail die Aufforderung, innerhalb einer Frist ein Gutachten zu einem in Ihr Fachgebiet fallenden Vorschlag zu erstellen, ohne dass Sie zuvor von der Existenz und Funktionsweise des Ideenmanagements gehört haben // … werden von einem sogenannten Ideenmanager zu einem Kaffee eingeladen, der Sie über die Existenz und Funktionsweise des Ideenmanagements informiert
Direktmarketing
Direktmarketing setzt auf die direkte Ansprache von potenziellen Kunden. Das kann etwa durch Postsendungen, Telefonanrufe, E-Mails oder personalisierte Werbeanzeigen im Internet erfolgen.
Beispiele im Ideenmanagement sind:
- Postkarten zum Aufschreiben der Ideen (und/oder mit einem QR-Code zum Aufruf der Ideen-App), die an jeden Mitarbeiter als Einladung zur Teilnahme an einer Kampagne versendet werden (ggf. mit einem kleinen aufgeklebten „Goodie“)
- Weihnachtskarten (analog oder digital), mit denen sich das Ideenmanagement bei allen Einreichern und aktiven Bearbeitern (Gutachtern, Entscheidern) für das Engagement im zu Ende gehenden Jahr bedankt
- E-Mails, die als Einladung zur Teilnahme an Kampagnen, zur Information über Neuerungen (etwa in der Ideenmanagement-Software), oder auch nur als freundliche Erinnerungen (nach dem Motto „Wiedersehen macht Freude“) versendet werden
- Personalisierte Anzeigen oder Banner beim Aufruf interner Social Media oder der Startseite der Ideenmanagement-Software
- Direkte persönliche Ansprache zur Unterstützung und Motivation von potenziellen Einreichern (z.B. bei Rundgängen oder bei Sprechstunden im Betrieb) und von Bearbeitern, Gutachtern, Entscheidern (z.B. anlassbezogen oder im Rahmen von Jour fixes)
Im „Kennzahlenvergleich Ideenmanagement 2025“ zeichnet sich bereits ab, dass die persönliche Ansprache durch das Ideenmanagement vergleichsweise häufig als Marketinginstrument genutzt wird. Wie stark der Zusammenhang mit Erfolg im Ideenmanagement ist (etwa im Vergleich zu Präsenzveranstaltungen), erfahren Sie in Ihrem individuellen Ergebnisbericht. Vor dem Hintergrund, dass der Mensch von Natur aus ein „soziales Wesen“ ist (siehe Blogbeitrag „Neuroideenmanagement 2 – das Gehirn als Sozialorgan“) würde es jedenfalls nicht verwundern, wenn der persönliche Kontakt – und damit das „P“ für „People“ – gerade auch im Ideenmanagement eine wichtige Rolle spielt.
Erlebnismarketing
Erlebnismarketing zielt darauf, durch erlebnisorientierte Veranstaltungen und Aktionen eine emotionale Bindung zu Kunden aufzubauen.
Greift man aus dieser Strategie vor allem den Gedanken der Erlebnisorientierung auf, dann bestehen Anwendungsmöglichkeiten im Ideenmanagement darin, als Gewinne bei Verlosungen oder Ideenwettbewerben „Erlebnisse“ auszuloben. Dafür gibt es ein breites Spektrum an Beispielen:
- Gutscheine für den gemeinsamen Besuch mit einer weiteren (frei wählbaren) Person: Ballonfahrt, Go-Kart-Fahrt, Kino, Restaurant, Schwimmbad, Varieté, Zoo, …
- Gutschein für einen Brunch, zu dem bis zu neun Personen aus dem eigenen Unternehmen eingeladen werden dürfen
- Einladung in die VIP-Lounge eines attraktiven Fußballspiels (oder eines anderen Sportereignisses)
- Reisen
- Eintrittskarten zu interessanten Messen oder Veranstaltungen, die nicht jedermann zugänglich sind
Die jeweiligen Gewinner können gebeten werden, Fotos, Videos und/oder kurze Berichte von ihren Erlebnissen bereitzustellen, die wiederum (als sogenannter User-generated Content) für das Marketing genutzt werden.
Als Teilnehmer am aktuellen „Kennzahlenvergleich Ideenmanagement 2025“ enthält Ihr individueller Ergebnisbericht als Anregung eine Liste von Gewinnen, die bei glücklichen Gewinnern in den teilnehmenden Unternehmen besonders gut ankamen.
Eventmarketing
Eventmarketing nutzt Veranstaltungen, um potenziellen Kunden unternehmens- und produktbezogene Kommunikationsinhalte erlebnisorientiert zu vermitteln.
Für das Ideenmanagement kommt ein breites Spektrum an Events in Frage:
- Tombola mit allen umgesetzten Vorschlägen auf der Weihnachtsfeier (oder anderen wichtigen Versammlungen) des Unternehmens; Verlosungen unter eingereichten Ideen bei Kampagnen
- Stand des Ideenmanagements auf dem Sommerfest des Unternehmens, an dem kreative und Aktionen und Übungen angeboten werden
- Überreichungen von Prämien, Urkunden oder Awards durch maßgebliche Personen (z.B. je nach Unternehmensgröße bei jedem prämierten Vorschlag, nur bei Prämien oberhalb bestimmter Werte, nur für ausgewählte Top-Vorschläge eines Jahres, nur für die Gewinner eines Ideenwettbewerbs)
- Ideentage mit einem spannenden und unterhaltsamen Programm, bei dem ggf. als Highlight prominente unternehmensexterne Persönlichkeiten auftreten, deren Leistung oder Tätigkeit einen Bezug zu Themen des Unternehmens oder zu Ideen und Kreativität hat
- Jubiläumswochen zu Jahrestagen des Ideenmanagements, in denen zu inspirierenden Aktionen eingeladen wird (z.B. „Spaghetti-Marshmellow-Challenge“, siehe Blogbeitrag „Jubiläen und Feiern als Anlässe für Marketingmaßnahmen im Ideenmanagement“)
Welche Rolle Ideenwettbewerbe und Verlosungen für das Marketing des Ideenmanagements tatsächlich spielen, ist ebenfalls Thema im aktuellen „Kennzahlenvergleich Ideenmanagement 2025“.
Guerilla Marketing
Guerrilla Marketing setzt unkonventionelle, oft kostengünstige und lustige Taktiken ein, um mit Überraschungseffekten Aufmerksamkeit zu erregen. Damit sollen „kreative Störmomente“ im Arbeitsalltag geschaffen werden, um die Belegschaft emotional anzusprechen.
Dieses Konzept können Sie für das Ideenmanagement insgesamt, für spezielle Neuerungen oder für besondere Aktionen (z.B. Kampagnen) nutzen, beispielsweise indem Sie …
- … über Nacht die Startseiten aller Flachbildschirme (oder Beamer) in Besprechungsräumen auf eine Botschaft zum Ideenmanagement umstellen
- … alle Fuhrparkfahrzeuge mit Vorschlagsformularen („für Ihre Ideen abends im Hotel“) oder mit Kärtchen, auf denen ein QR-Code zum Aufruf der Ideen-App einlädt, ausstatten
- … an Türklinken von Büroräumen Anhänger platzieren, die als Vorschlagsformulare dienen können oder einen QR-Code zum Aufruf der Ideen-App zeigen
- … in Pausenräumen oder an Kaffeeautomaten Fragezeichen mit einem QR-Code anbringen, der die Ideen-App aufruft (ohne dass dies vorher erkennbar ist)
- … Gegenstände (z.B. Besen), Schilder mit Schlüsselworten (z.B. „Ich“) oder andere „mysterious Teaser“ mit kryptischer Symbolik an frequentierten Stellen platzieren, deren Bedeutung Sie erst nach einigen Tagen durch Hinzufügen weiterer Information lüften: z.B. „Neue Besen kehren gut“ zur Einführung einer neuen Software, „Ich hab’ da mal ‘ne Idee – Hände aus dem Gefahrenbereich“ zum Start einer Arbeitssicherheitskampagne (siehe Blogbeitrag „Erfolgsfaktor 2/9 – Prozess: Kooperation“)
- … „schwer verdauliche“ Sachtexte (z.B. Betriebsvereinbarungen) in überraschenden Neuformulierungen darbieten: z.B. im Klamauk-Stil einer karnevalistischen Büttenrede oder einer Comedy-Ulknudel, im dynamisch-sensationellen Sprachstil eines Sportjournalisten kurz vor dem Elfmeter, im Stil eines anrührenden Weihnachtsmärchens oder einer romantischen Liebesgeschichte – die einschlägigen KI-Services leisten Ihnen gern Übersetzungshilfe …
Klassisches Marketing
Werbemittel und -medien des klassischen Marketings wie Flyer und Plakate, Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften, Fernseh- und Radiowerbung werden auch im Zeitalter der Digitalisierung und des Internets nach wie vor genutzt.
Zumindest im Bereich der Print-Medien wie Flyer, Plakate und Mitarbeiterzeitungen ist das auch im Ideenmanagement nicht anders (während unternehmensinterne Radio- oder Fernsehangebote sowieso nur in sehr wenigen Unternehmen zu finden waren bzw. sind).
Mehr zur Verbreitung und Erfolgsrelevanz dieser Medien: Sie wissen schon …
Nutzen Sie Ihre Ergebnisse des Kennzahlenvergleichs Ideenmanagement als Werkzeug, um Ihr Ideenmanagement operativ, konzeptionell und argumentativ für gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen zu stärken! Die Datenerfassung läuft bis Ende März 2026, das Datenblatt steht auf der Benchmark-Webseite zum Download bereit!
Lesen Sie auch die anderen Blogposts zum Thema Marketing:
- Marketing für das Ideenmanagement 1: Markt und Produkt
- Marketing für das Ideenmanagement 2: Die „P“ des Marketing-Mix
Ein nach Stichworten sortiertes Verzeichnis mit Links auf alle bisher erschienenen Beiträge im Blog zum Ideenmanagement finden Sie in diesem Register.
Alle Erwähnungen von Produkten und Unternehmen sind redaktioneller Natur und wurden nicht bezahlt.

Dr. Hartmut Neckel
Dr. Hartmut Neckel ist einer der profiliertesten Vordenker und erfahrensten Praktiker im Themenbereich Ideenmanagement, Innovation und kontinuierliche Verbesserungsprozesse.