Kann man Ideenmanagement lernen? Yes, you can!

Geschrieben von: Mag. Niko Mittheisz, MSc, Dr. Hartmut Neckel, Heike Penka, André Plankensteiner am: 14.03.2024

  • Themen: Weiterbildung und Lehrgänge im Ideenmanagement; thematische Abgrenzungen des Ideenmanagements; Trainingskonzepte und Methoden; Zusammenspiel zwischen Teilnehmern untereinander und mit den Referenten; Follow-up und Praxistransfer

Vielleicht ziehen Sie in Erwägung, einen Lehrgang oder ein Seminar zum Ideenmanagement zu besuchen? Und Sie möchten vielleicht die Trainer vorher etwas näher kennenlernen und mehr erfahren, als im offiziellen Programm steht? Dann bietet sich Ihnen hier mit dem Vorgespräch zwischen Niko Mittheisz, Hartmut Neckel, Heike Penka und André Plankensteiner ein Sneak Preview zum ÖPWZ-Lehrgang Ideenmanagement, der im März und April 2025 in Wien stattfindet.

Neckel: Ich freue mich schon sehr, mit Euch im Juni den Lehrgang Ideenmanagement zu gestalten! Ganz abgesehen davon, dass ich immer wieder gern in Wien bin, begeistert es mich einfach, Ideenmanagement gemeinsam mit anderen Menschen voranzubringen. Ich weiß noch, wie ich selbst am Anfang meiner Beschäftigung mit Ideenmanagement vor rund 25 Jahren als erstes ein Seminar bei Konrad Beer besuchte, einem Trainer und Berater aus Amstetten in Österreich, der zuvor lange Jahre bei Opel und dann bei Umdasch für Vorschlagswesen und KVP zuständig war.

Plankensteiner: Eine systematische und fundierte Einführung in die Aufgaben, Instrumente und Kennzahlen wäre für mich auch sehr hilfreich gewesen. Als ich im September 2022 das Ideenmanagement bei Infineon Österreich übernommen habe, wusste ich gar nicht so richtig, worauf ich mich einließ. Das Learning by Doing war schon eine Herausforderung.

Neckel: Aber Du hast sie bestens gemeistert! Ich war ja schon mehrfach dabei, wenn Du über Deine Erfahrungen und Ergebnisse berichtet hast, und bin jedesmal beeindruckt, was Du auf die Beine stellst.

Plankensteiner: Es muss nicht jeder in die gleichen Fallen tappen. Ich möchte meine Erfahrungen gern an neue Ideenmanager mitgeben und von High- und Lowlights erzählen. Grundlegende Strukturen oder Kommunikationsstrategien sind essentiell, um positiv wahrgenommen zu werden.

Mittheisz: Apropos Kommunikation – gerade im Ideenmanagement kann gute Kommunikation viel Positives bewirken. Und keine oder schlechte Kommunikation kann viel Potenzial schlagartig zunichte machen. Das Gute an einem Lehrgang wie diesem ist die offene und direkte Kommunikation und der praxisnahe Austausch mit den Trainern und den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. So ergibt sich einerseits eine gute Struktur mit Inputs für Ideenmanager zu relevanten Themen und andererseits ein Teilen von Erfahrungen und ein Lernen von- und miteinander.

Neckel: Ja, das ist immer wieder sehr spannend! Das inhaltliche Programm, wie es im Folder beschrieben ist, liefert ein solides Gerüst. Wie es im Detail ausgefüllt wird, hängt aber von den Interessen und Bedarfen der Teilnehmer ab. Schließlich lernt es sich viel besser und mit mehr Spaß, wenn es in einer interaktiven Form geschieht und Ergebnisse gemeinsam kreativ erarbeitet werden. Das ist auch für mich persönlich jedes Mal erfrischend und bereichernd.

Mittheisz: Ein wichtiger Punkt, der von uns als Input kommen sollte, ist beispielsweise die Frage, was wir überhaupt unter „Ideenmanagement“ verstehen – etwa im Unterschied zu Innovationsmanagement oder Change Management.

Neckel: Stimmt, das beugt falschen Erwartungen vor. Sie haben ja nicht nur Expertise bei Kommunikationsthemen im Ideenmanagement, sondern auch einen starken Fokus
auf Organisationsentwicklung, Innovationsmanagement und digitaler Transformation. Wie würden Sie denn die Unterschiede beschreiben?

Mittheisz: Im Ideenmanagement geht es vor allem um konkrete einzelne Verbesserungen innerhalb des Unternehmens. Die meisten dieser Verbesserungen sind für das operative Geschäft nützlich. So tragen sie zum Fortschritt des Unternehmens bei, oft auch bei strategisch relevanten Themen, sind aber nicht unbedingt mit einer Transformation des Unternehmens gleichzusetzen. Beim Innovationsmanagement muss stets die Akzeptanz bei Kunden als Entscheidungskriterium mitbedacht werden – dann jedenfalls, wenn man Innovation nicht als Allerweltsbegriff verwendet, sondern als Bezeichnung für am Markt erfolgreiche Neuheiten. Zwar können auch Ideen aus dem Ideenmanagement solche Innovationen anstoßen, in den meisten Unternehmen betreffen sie aber weit überwiegend interne Themen.

Plankensteiner: Das deckt sich völlig mit meiner Erfahrung. Neue Produkte entstehen bei uns vor allem in den Bereichen für Forschung und Entwicklung oder werden aus dem Markt, also über den Vertrieb, angeregt. Bei Ideen aus dem Ideenmanagement ist das nur sehr selten der Fall.

Neckel: Auch ich kann mich Ihrer Definition voll und ganz anschließen. Daher ist ein Lehrgang zum Ideenmanagement etwas anderes als beispielsweise ein Lehrgang zu Innovationsmanagement oder Change Management. Nicht umsonst bietet das ÖPWZ dafür gesonderte Veranstaltungen an.

Penka: Das kann ich nur unterstreichen – Danke, dass Sie auch dafür Werbung machen! Wir haben sehr bewusst die Themen Ideen- und Innovationsmanagement mittlerweile getrennt. Denn uns als Veranstalter ist es wichtig, passgenaue Angebote zu machen, die sich gegenseitig ergänzen, aber bei einer Kombination nicht zu viele Dopplungen enthalten. Und es gibt ja auch noch einige aktuelle Themen, die Sie einbringen werden, ohne dass sie ausdrücklich im Programm stehen. Ich denke da an eher neue Bereiche im Ideenmanagement wie das von Ihnen, Herr Neckel, entwickelte Neuroideenmanagement, an Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz, oder auch an neue Trainingsformen wie die von Dir, Niko, vermittelte Life Kinetik.

Neckel: Keine Frage: So, wie Marketing durch die Perspektive des Neuromarketing wertvolle Impulse erhalten hat – die übrigens auch für das interne Marketing des Ideenmanagements sehr nützlich sind – profitiert das Ideenmanagement davon, wenn man es als Neuroideenmanagement betrachtet. Alle Ideen entstehen nun mal in Gehirnen, die aus Neuronen bestehen. Auch das Thema KI wird nicht zu kurz kommen: Es versteckt sich im Folder hinter dem etwas unscheinbaren Programmpunkt „Ausstattung und Ressourcen“, mit dem auch die digitale Ausstattung gemeint ist.

Mittheisz: Life Kinetik ist sicher kein Schwerpunktthema im Lehrgang zum Ideenmanagement. Aber als Auflockerung mache ich zwischendurch gern kleine Übungen, die Wahrnehmungsaufgaben mit kognitiven Herausforderungen und ungewöhnlicher, spaßiger Bewegung koppeln. Das passt auch gut zu den Erkenntnissen des Neuroideenmanagements.

Plankensteiner: Das ist ein reichhaltiges Programm – schade, dass ich nicht die ganze Zeit dabei bin! Aber: Kommt Ihr mit fünf Tagen aus?

Neckel: Na, ja: Wir könnten sicherlich auch fünf Wochen problemlos füllen. Doch welche Teilnehmer können sich leisten, soviel Zeit zu investieren? Jeder steht heute unter Zeitdruck und muss Ergebnisse möglichst effizient erreichen. Unsere Aufgabe ist deshalb, die Inhalte so auf den Punkt zu bringen und in einer Form `rüberzubringen, dass ein optimales Nutzen-Aufwand-Verhältnis entsteht. Also konzeptionelle Klarheit zu vermitteln und einen Vorratskoffer an konkreten Handlungsmöglichkeiten mitzugeben. Außerdem Impulse für die Entwicklung der eigenen Kreativität und für das Empowerment im Alltag zu geben. Ein wesentlicher Teil des Lernprozesses geschieht dann in den Wochen zwischen den beiden Modulen, in denen jeder Teilnehmer eine für seine individuelle Situation relevante Aufgabenstellung bearbeitet. Deren Ergebnis präsentiert er dann im zweiten Modul. Doch auch nach dem zweiten Modul ist der Lehrgang noch nicht zu Ende – für jeden Teilnehmer ist die Möglichkeit inbegriffen, innerhalb von drei Monaten ein einstündiges Online-Einzelcoaching mit mir zu nutzen. Dort bearbeiten wir dann zwischenzeitlich aufgetauchte Fragen und Probleme oder passen die im Lehrgang entwickelten Pläne neuen Gegebenheiten an.

Penka: Zu diesen Vorteilen, die auch im Folder aufgeführt sind, kommt noch, dass für Teilnehmer am „Kennzahlenvergleich Ideenmanagement 2024“ nur die reduzierte Seminargebühr für Mitglieder in einem ÖPWZ-Forum anfällt. Sagen wir es hier also hier nochmal ganz deutlich: Teilnehmer am Lehrgang …

Neckel: Und noch deutlicher sollten wir Folgendes sagen …

Mittheisz, Neckel, Penka, Plankensteiner: Wir freuen uns auf Sie!!!

 

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Mag. Niko Mittheisz, MSc, Dr. Hartmut Neckel, Heike Penka, André Plankensteiner

Mag. Niko Mittheisz, MSc, Dr. Hartmut Neckel, Heike Penka, André Plankensteiner

Mag. Niko Mittheisz, MSc, Studium der Handelswissenschaften und akademische Ausbildung zum Coach und Organisationsentwickler, zertifizierter Innovationsmanager und Life Kinetik Trainer. Über 20 Jahre Erfahrungen im Unternehmensberatungs- und Finanzbereich, mit Fokus auf Organisationsentwicklung, strategische Unternehmensführung, Innovationsmanagement und digitale Transformation. Lektor an diversen Institutionen und Studiengangsleiter Wirtschaft & Digital Business an der Wirtschaftsakademie Wien.

Kontakt: niko@mittheisz.at

 

Dr. Hartmut Neckel ist einer der profiliertesten Vordenker und erfahrensten Praktiker im Themenbereich Ideenmanagement, Innovation und kontinuierliche Verbesserungsprozesse. >> Mehr

Kontakt: kontakt@hartmut-neckel.de

 

Heike Penka ist Bildungsmanagerin im ÖPWZ in Wien und verantwortet die Gestaltung des Ausbildungsangebots in den Themenfeldern Leadership, Kommunikation – Persönlichkeit – Arbeitstechniken und Office-Management und ist erste Ansprechpartnerin für interne Trainings. Darüber hinaus koordiniert sie das ÖPWZ-Netzwerk Forum KVP & Innovation und organisiert online-Formate, Ideen-Treffs in den Unternehmen sowie eine jährlich stattfindende Tagung.

Kontakt: heike.penka@opwz.com

 

André Plankensteiner, Leiter des Ideenmanagements bei Infineon Technologies Austria AG. Der HTL-Absolvent der Fachrichtung Elektronik ist seit 2007 bei Infineon, zuerst im Fachbereich Chip-Layout, in dem er nach seinem berufsgleitenden Studium (Master of Arts in Business) ein interkulturelles Team leitete, bevor er 2022 die Verantwortung für das Ideenmanagement übernommen hat. Gastvortragender an der FH Kärnten und ehrenamtliches Mitglied im Expertenbeirat des ÖPWZ Forum KVP & Innovation.

Kontakt: Andre.Plankensteiner@infineon.com